Amazon Payments in xt:Commerce

Was bietet der „Login und Bezahlen mit Amazon“-Service dem Betreiber eines Onlineshops?

Der vom Onlineversand-Riesen Amazon seit Ende 2014 auch in Deutschland angebotene „Login und Bezahlen mit Amazon„-Service (LPA) ergänzt die Bezahldienstleistungen, Amazon Payments, um eine weitere Komponente. Der LPA-Service richtet sich an sogenannte Drittanbieter, d.h. Betreiber externer Webshops. Mit dem erweiterten Service kann das Kundenlogin im externen Onlineshop über das Amazon-Konto erfolgen. Das Einrichten eines gesonderten Kundenkontos beim externen Webshop ist somit nicht mehr notwendig – ein erheblicher Vorteil aus Verbrauchersicht, aber rechnet sich dieser Dienst auch wirklich für den Onlinehändler?

Der zu erwartende Mehrwert für den Onlinehändler

Der hohe Bekanntheitsgrad eines Branchenriesen wie Amazon dürfte vor allem Startup-Unternehmer ansprechen. Jedoch können auch etablierte Onlinehändler vom Vertrauen der Kunden zu Amazon profitieren. Amazon selbst wirbt für seine „Login und Bezahlen“-Leistung mit Vorteilen wie dem Neukunden-Erwerb, der stärkeren Kundenbindung und – nicht zuletzt – einer Erhöhung der Konversionsrate.

Ein zentrales Prinzip des „Login und Bezahlen mit Amazon“-Dienstes besteht darin, dass der Kunde in keiner Phase die Website des Drittanbieters verlässt. Dies ermöglicht dem Shopbetreiber einen personalisierten Kontakt zum Kunden, was wiederum die Nutzerfreundlichkeit der Website erhöht.

Das Verhältnis der Anzahl tatsächlich getätigter Transaktionen zu der Besucherzahl einer Website – die Umsatz- oder Konversionsrate – wird bei der Erfolgsanalyse des Onlinehandels gerne als Messwert herangezogen. Bei diesen Analysen steht häufig gerade die Checkout-Phase im Mittelpunkt, da der Kunde in dieser Phase das Zahlungsmittel auswählt und den Kaufvorgang abschließt. An diesem Punkt setzt auch die Philosophie des Amazon-Bezahldienstes an. Gerade der Neukunde kann seine Bedenken hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit des ihm unbekannten Anbieters wesentlich leichter überwinden, wenn an diesem Punkt ein bereits bekanntes Unternehmen hinzukommt.

Hochschnellende Bestellzahlen können sowohl auf eine permanente Erweiterung des Kundenstamms als auch auf eine steigende Anzahl von Spontankunden, die nur einmalig einen Kauf tätigen, zurückgeführt werden. Nichtsdestotrotz hat die Kundenzufriedenheit in beiden Fällen Priorität. Dem Spontankunden erspart das Zurückgreifen auf bereits bei Amazon hinterlegte Zahlungs- und Lieferdaten vor allem viel Mühe, da eine zeitaufwendige Eingabe der Daten entfällt.

Aufwand und Kosten des „Login und Bezahlen mit Amazon“-Dienstes

Während für den Käufer bei Nutzung des Dienstes keine Zusatzkosten entstehen, muss der Händler für die Verwaltung der Zahlungs- und Lieferdaten durch Amazon eine Gebühr pro Transaktion entrichten. Die Gebühr, die sich aus einem Prozentsatz und einer festen Summe zusammensetzt, sinkt mit steigendem monatlichen Zahlungsvolumen. Im Gegenzug profitiert der Drittanbieter vom Zahlungsausfall- und Betrugsschutz des Online-Riesen.

Der Login- und der Bezahlservice sind softwareseitig als zwei getrennte Module implementiert. Das heißt, dass Onlinehändler, die bereits den Zahldienst von Amazon Payments nutzen, das Loginmodul durch einen Upgrade installieren können. Neue Geschäftskunden dagegen müssen sich zunächst bei Amazon Payments registrieren, wobei der Onlinehändler bestimmte Firmendaten bereitstellen muss.

Ist der Vertrag mit Amazon gültig bzw. das Merchant-Konto bei Amazon eingerichtet und für Login und Bezahlen mit Amazon aktiviert, muss der Service noch in den Webshop implementiert werden.

Bei xt:Commerce geschieht dieses z.B. mit dem Amazon Payment Plugin von 4TFM. Gibt es für Ihre Webshop-Software kein Plugin, muss die Integration individuell durchgefüht werden, was ein Kostspieliges Unterfangen sein kann.

Amazon Payments in xt:Commerce

Amazon Payments in xt:Commerce

Fazit zu Amazon:

Die Verwaltung der für die Versandabwicklung relevanten Daten, d.h. der Zahlungs- und Lieferdaten, durch Amazon entlastet den Onlinehändler. Für diese Dienstleistung erhebt Amazon Gebühren auf Transaktionsbasis. Neben der unmittelbaren Freigabe von Ressourcen kann der Onlinehändler auch indirekt von der Amazon-Dienstleistung profitieren. Der Service fördert die Kundenakzeptanz und hat somit ein hohes Potenzial zur Steigerung der Bestellzahlen im Shop des Betreibers.

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